Mit Ruhe, Mut und guten Nerven

Sie standen zu ihrem Glück ja nicht unter Druck, die Tennis-Herren des TC Lilienthal. Nachdem sie ihre beiden ersten Nordliga-Spiele gewonnen hatten, bewahrten sie am Sonnabend auch in eigener Halle gegen den TC Alfeld Ruhe und Nerven, als es nach den Einzeln 1:3 stand. Dass daraus noch ein 3:3 wurde, lag nach den Worten von TCL-Spielertrainer Tim Nekic ganz einfach am Team-Spirit: „Wir haben dran geglaubt. Außerdem waren die verlorenen Einzel teilweise deutlich enger, als es die Ergebnisse besagen.“

Mit dem Unentschieden konnten beide Mannschaften gut leben. Hinterher, beim gemeinsamen Essen, waren sie zu Scherzen aufgelegt. „Basti hat mir gesagt, dass ich doch so nicht mit meinem Ex-Verein umgehen kann“, erzählte Tim Nekic. Die Rede war vom Alfelder Trainer Sebastian Wöhler, unter dem Nekic früher spielte, und dem doppelten 6:0, mit dem der Lilienthaler seinen Gegner Christoph Uster aus der Halle gefegt hatte.

In jenem Spitzeneinzel pfefferte Nekic seinem Gegner die Bälle nur so um die Ohren. „Ich hatte wirklich einen fantastischen Tag“, freute sich die Lilienthaler Nummer eins, „und habe alles getroffen, egal, was ich versucht habe.“ Dieses Duell zweier Akteure der Leistungsklasse (LK) 1 dominierte nur einer: Nekic. Dabei war der Alfelder gewiss kein Anfänger. „Christoph gehörte früher zur deutschen Top 100“, so der TCL-Spielertrainer. Doch mit seiner eher bedächtigen Spielweise und vielen Slice-Bällen konnte sich Uster einfach nicht durchsetzen.

Lilienthals Luis Lentz war bei seinem 4:6, 6:4, 8:10 gegen Daniel de Jonge dagegen voll gefordert und hatte das Pech, dass er im ersten Durchgang beim 4:5 das Break bekam. Im zweiten Satz ermutigte ihn Nekic, noch aktiver zu spielen – und prompt ging die Runde an den Lilienthaler.

Auch im Matchtiebreak sah es für Lentz gar nicht schlecht aus. Er führte schon mit 8:7, als der Alfelder den Spieß noch umdrehte. „Luis hat da nicht mehr so konsequent gespielt“, urteilte sein Trainer, „aber das hat ja auch einen Lerneffekt.“ Außerdem habe de Jonge viel mehr Praxis: „Der trainiert in der Tennisbase Hannover dreimal täglich.“

Philipp Schellhorn merkte man bei seinem TCL-Punktspieldebüt wohl noch etwas die Neulings-Nervosität an. Beim 1:6, 4:6 gegen James Markiewicz schöpfte er vor allem im ersten Satz nicht sein Leistungspotenzial aus, im zweiten leistete er nach 1:5-Rückstand aber noch heftigen Widerstand. „Mit etwas mehr Selbstvertrauen hätte er vielleicht sogar den Matchtiebreak erzwingen können“, meinte Tim Nekic.

Auf einen unerwarteten Gegner traf Ahmad Hamijou: Der Slowene Tadej Turk, ein Linkshänder, servierte dem Lilienthaler viele knifflige Bälle, setzte sich im ersten Durchgang aber erst im Tiebreak mit 7:6 durch, war im zweiten Satz beim 6:2 aber klar besser.

„Mit Mut und Lockerheit wollten wir dann in die Doppel gehen“, so Nekic. Obendrein wählten die Lilienthaler die sichere, weil eingespielte Variante. So stand Alexander Brüggenwerth im Doppel an der Seite von Nekic. Im Tiebreak des ersten Satzes war es gegen de Jonge/Markiewicz durchaus eng, als zunächst Brüggenwerth zum 6:5 punktete und dann Nekic einen Return zum Satzball nutzte. Sie profitierten dabei von einem Volleyfehler von Markiewicz. Das gab den Lilienthaler den nötigen Optimismus, um sich im zweiten Satz mit 6:2 durchsetzen.

Das zweite TCL-Gespann hätte beinahe den Remis-Punkt verspielt: Lentz/Hamijou verschliefen den ersten Satz (1:6) gegen Uster/Turk. „Da habe ich mich auch gefragt, was denn bei den beiden los ist“, wunderte sich Tim Nekic, „aber ich musste mich ja auf mein eigenes Doppel konzentrieren.“ Lentz/Hamijou gingen aber, mental auch durch eine Pause gestärkt, mit neuem Kampfgeist in den zweiten Satz: In dem leiteten sie die Wende ein und belohnten sich selbst mit einem 6:2. Im nötigen Matchtiebreak spielten die Lilienthaler mutig weiter und durften nach dem 10:8 jubelnd die Arme hochreißen – so wie am Ende die ganze Mannschaft, die mit jetzt 5:1 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz steht.

 

© Wümme Zeitung vom 12.02.2018 // Thomas Müller


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