Schlichtes Büro für vielfältige Aufgaben

Sieht man einmal von der Visitenkartenbox auf seinem Schreibtisch mit dem Schriftzug für seine Tätigkeit ab, gibt es eigentlich nur einen Hinweis darauf, welches sportliche Feld der Mann beackert: Ein aquarellähnliches Bild von Roger Federer an der Wand hinter ihm. „Ja, das Bild habe ich da aufgehängt“, sagt Teo Nekic, der vor knapp zwei Monaten seinen neuen, ungewöhnlichen Arbeitsplatz eingenommen hat.

Die Darstellung der von ihm verehrten Schweizer Tennis-Legende – „der spielt die Bälle schnell, aber nicht zu lang“ (Nekic) – ist der einzige dezente Farbtupfer in diesem sonst nüchtern-pragmatisch eingerichteten Büro im weitläufigen Gebäudekomplex im Lilienthaler Sportpark. Dabei ist das Arbeitsfeld von Teo Nekic ungleich vielfältiger und anspruchsvoller: Er ist hauptamtlicher Clubmanager im TC Lilienthal. Neuland für den Verein, Neuland aber auch für den 27-Jährigen. Sport- und Trainingsbetrieb, Marketing sowie Verwaltung auch der großen Immobilie im Sportpark (laut Verein mit einem Wert von etwa drei Millionen Euro) – das alles steht in seiner Aufgabenbeschreibung. Und obendrein gibt er wöchentlich noch zehn Trainingsstunden für Kinder und Jugendliche.

„Diese Kombination macht ja gerade den Reiz aus“, begründet Nekic, warum er sich auf diese Herausforderung in einem rund 600 Mitglieder starken Tennisverein eingelassen hat. Auf 40 Wochenstunden kommt er in diesem Fulltime-Job – „wenn's gut läuft“, so Nekic. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften (Bachelorarbeit: „Tennisakademie am Meer“/Wilhelmshaven) hätte er sicher auch einen gut dotierten Job in der Freien Wirtschaft gefunden.

Noch steht er ziemlich am Anfang, sagt über sich selbst: „Ich bin in der Ausbildung, muss noch viel lernen, kann mir langsam selbst etwas erarbeiten.“ Und er habe schnell erfreut gemerkt, dass die Vereinsstrukturen sehr stimmig seien. Wobei er in der Einarbeitung zum einen stets auf die Kenntnisse der Geschäftsstellenmitarbeiterin Uschi Schlösser zurückgreifen kann; denn die kennt den ganzen Betrieb schließlich schon aus dem Effeff. Zum anderen hatte er die ersten Wochen praktisch täglich Wolfgang Wenzel an der Seite, den Ehrenvorsitzenden. Der hatte zusammen mit dem Vorstand die ganzen Arbeiten bisher ehrenamtlich geleistet. Und genau das sprengte den Rahmen.

„Wir wollen uns professioneller aufstellen, sehen uns sozusagen als Dienstleister für unsere Vereinsmitglieder“, begründet Wenzel, warum man sich für einen hauptamtlichen Clubmanager entschieden habe. „Und die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit im Verein wird ja immer weniger. Nicht nur bei uns“, ergänzt Ute Goertz, die erste Vorsitzende des TCL. Außerdem seien vor drei Jahren drei Vorstandsmitglieder aus Altersgründen ausgeschieden. „Um die Attraktivität des Vereins nicht nur zu halten, sondern weiter zu entwickeln, war dieser Schritt erforderlich“, ergänzt Wenzel.

„Priorität genießt immer der TCL“

Als ein treffendes Beispiel nennt Wenzel den breit aufgestellten Trainingsbetrieb: Dabei seien 180 Wochenstunden, gegeben von fünf Coaches und zwei Übungsleitern, zu koordinieren. Das Leistungstennis nehme dabei noch den kleinsten Raum ein. Wobei über Tim Nekic, Spielertrainer der ersten Herren, ja bezeichnenderweise der Kontakt zu dessen Bruder Teo Nekic entstanden ist. Mit Tim Nekic und den übrigen Trainern bespreche er denn auch die personelle Besetzung der Mannschaften, erklärt Teo Nekic. Er selbst müsse sich deshalb nicht auf dem Spielermarkt umschauen, wenn beispielsweise Verstärkungen für einzelnen Teams gebraucht würden.

Apropos Verstärkung: In genau dieser Funktion hat der Fußball-Verein SV Blau-Weiß Bornreihe Teo Nekic ja zu sich gelotst. Als Torwart (wir berichteten) soll er der Landesliga-Mannschaft ab dem neuen Jahr helfen, mindestens den Klassenerhalt zu realisieren. Nekic ist sich sicher, dass das gelingt: „In der Mannschaft steckt so viel Qualität. Wir müssen in der Rückrunde einfach nur den Reset-Knopf drücken.“ Keine Frage, dass er seinen Teil dazu beisteuern will, soweit es seine Kraft und Zeit erlauben. Schon jetzt steckt er zum Beispiel in den Vorbereitungen zum großen Tennis-Turnier, den Volksbank Open, im kommenden September. Und eines sagt er auch klipp und klar im Hinblick auf Fußball oder Tennis: „Priorität genießt immer der TCL.“

© Wümme Zeitung vom 12.12.2017 / Thomas Müller


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