Sundermeier mit besseren Nerven

Hauptfeld ohne TCL-Damen

„Dass ich gewonnen habe, weil ich besser bin, wage ich stark zu bezweifeln. Am Ende waren es ein paar Punkte, wo ich mental vielleicht stärker war“, analysierte Maren Sundermeier nach dem Gewinn der Damenkonkurrenz bei den 4. Lilienthaler Tennis-Open. Sundermeier setzte sich in einem hart umkämpften Damenfinale gegen die Nummer fünf der Setzliste, Anastazja Rosnowska, durch.

 

Beim 6:3, 2:6, 10:5-Erfolg ging die Bielefelderin das dritte Mal in Folge über die komplette Distanz – bereits im Viertelfinale und Halbfinale hatte Sundermeier jeweils mit 10:5 im Matchtiebreak gesiegt. Die Nervenstärke zahlte sich am Ende bei der Siegerin aus. Rosnowska marschierte dagegen ohne Satzverlust durch das Hauptfeld – erst im Finale wurde sie gestoppt.

Dieses Endspiel entwickelte sich schnell zu einem Match auf Augenhöhe – mit leichten Vorteilen für Sundermeier. Die Bielefelderin, die die Nummer 111 der deutschen Rangliste ist, wusste immer wieder ihre starke Rückhand einzusetzen. Rosnowska streute dagegen leichte Fehler in Satz eins ein. Im zweiten Durchgang drehte sich das Spiel – Rosnowska, die beim DTV Hannover spielt und die Nummer 76 in Deutschland ist, festigte ihr Spiel und lag schnell 5:0 in Front.

Drei Dreisatzmatches in Folge

Sundermeier wirkte sichtlich nervös und machte nun viele leichte Fehler. „Ich war im zweiten Satz einfach platt. Ich war schon überrascht, dass ich den ersten Durchgang verhältnismäßig deutlich gewann. Im zweiten Satz spielte Anastazja bei den entscheidenden Punkten auch einfach besser“, so Sundermeier. Der Matchtiebreak musste die Entscheidung bringen – in der entscheidenden Phase hatte Sundermeier ihr Spiel wieder im Griff, so dass die „big Points“ an die Bielefelderin gingen.

Lokalmatadorinnen waren im Hauptfeld der Damen nicht anzutreffen. Dies verdeutlicht einmal mehr, wie hochkarätig das Feld besetzt war. Von den 32 Spielerinnen im Hauptfeld waren sage und schreibe 30 in der deutschen Rangliste zu finden. Selbst für Vorjahres-Finalistinnen und Ex-Siegerinnen wie Juliane Triebe oder Imke Schlünzen war bereits am Sonnabend das Turnier vorbei. Äußerst zufrieden äußerte sich Oberschiedsrichter Wilhelm Holz dazu: „Von den sportlichen Leistungen war es bisher mit Abstand das beste Turnier. Zudem steigerte sich die Felderqualität erheblich, genau wie die Teilnehmeranzahl.“

Vom TC Lilienthal waren einzig Inken Breyer und Ann-Christin John in der Nebenrunde zu finden. Während John ihre erste Partie der Nebenrunde noch gewann, war für Breyer bereits in der ersten Runde Schluss. John verlor dann aber ihre Viertelfinal-Partie am Sonnabend mit 2:6, 4:6 gegen Laura Weber (Leistungsklasse 2/TV Rot-Weiss Bremen). Damit fand der Sonntag ohne die TCL-Damen statt.

Von Runde zu Runde peitschten die Zuschauer der 4. Lilienthaler Tennis-Open ihren Lokalmatadoren Mauro Piras – und am Ende sogar zum Titel. Piras gewann das Finale gegen den Favoriten und die Nummer eins der Setzliste, Tim Nekic, mit 6:1 und 1:0. Aufgrund einer Verletzung konnte Nekic, der beim Club zur Vahr aktiv ist, zu Beginn des zweiten Satzes nicht mehr weitermachen. „So ein Ende willst du nicht haben“, bedauerte Piras die Aufgabe seines Kontrahenten. „Du willst ja eigentlich einen ehrlichen Sieg feiern.“

Das Finale begann furios. Wie erwartet kämpfte Piras um jeden Ball. Nekic wirkte zunächst noch recht entspannt und ließ sich trotz des 1:4-Rückstandes nicht aus der Ruhe bringen. Die Zuschauer wunderten sich allerdings mehr und mehr, hatten sie doch mit dieser hohen Fehlerquote seitens Nekic nicht gerechnet. Nekic, der die Nummer 49 der deutschen Tennis-Rangliste ist und bereits mehrfacher norddeutscher Meister sowie Teilnehmer bei den Grand Slam Turnieren der French Open und Wimbledon war, wollte den Zuschauern zuliebe nach einer fünfminütigen Behandlungspause und verlorenem ersten Satz noch einmal weiter machen – aber es ging nur noch ein Spiel.

Nervös im ersten Spiel

Nach der Partie sagte der Sieger von 2012: „Ich weiß noch nicht, was für eine Fuß-Verletzung ich habe. Das sind Schmerzen, die man auf dem Tennisplatz nicht braucht. Ich höre daher lieber auf, bevor etwas komplett kaputt geht.“ Im Anschluss zeigte sich Nekic trotz des bitteren Endes der TCL-Open zufrieden mit der Leistung während des Turnieres.

Zufrieden war natürlich auch Piras, der in der ersten Runde den Qualifikanten Timo Schmidt mit 6:0, 6:2 aus dem Weg geräumt hatte. „Beim ersten Gegner wusste ich, dass er hinter mir in der Rangliste steht – deshalb verspürte ich einen gewissen Druck, da ich dieses Spiel auch unbedingt gewinnen wollte. Alles andere war für mich Bonus“, resümierte der spätere Sieger. Dagegen war für seinen Lilienthaler Trainerkollegen Tim Richter bereits in der ersten Runde Schluss. Richter verlor deutlich mit 2:6, 1:6 gegen den Braunschweiger Loris Günther. „Die Jungs sind alle zu jung für mich – mein Gegner war 17. Er hat echt gut aufgespielt und ich bin einfach nicht mehr im Training. Ich sollte mal sehen, dass ich vielleicht den Weg in die Herren 30 finde. Pläne sind da, aber spruchreif ist noch nichts“, so Richter.

Ebenfalls Schluss in der ersten Runde war für TCL-Neuzugang Till Heilshorn. Heilshorn, der mit einer „Wild Card“ ausgerüstet worden war, war sichtlich nervös bei seinem ersten Auftritt unter der Beobachtung des Lilienthaler Publikums. Bei der 3:6, 2:6-Niederlage gegen Nico Hadeler (Suchdorfer SV) kam Heilshorn nicht wirklich in die Partie rein.

Für Piras ging es dagegen im Achtelfinale gegen den ehemaligen Lilienthaler Jannik Schepers (Bremer TV v. 1896). Schepers, der leicht angeschlagen in die Partie ging, hatte bei der 3:6, 1:6-Niederlage nichts entgegenzusetzen. Piras: „Ich hatte in der Punktspielsaison schon gegen ihn gewonnen, aber ich wusste, dass ich noch mal so eine Leistung abrufen muss, um gegen ihn zu siegen.“ Im Viertelfinale bekam es der Spielertrainer dann mit dem Vorjahressieger Friedrich Klasen vom TC 1899 Blau-Weiß Berlin zu tun. Die Partie entwickelte sich zu einem Spiel, dass Final-Charakter hatte. „Mauro war sensationell gut drauf. Wenn er trifft, kann er hier jeden schlagen. Klasen ist aber auch jemand, der immer so ein Turnier gewinnen kann. Es war einfach eine tolle Atmosphäre“, erzählte Tim Richter über das hochklassige Viertelfinale.

Matchbälle abgewehrt

Am Finaltag waren dann noch drei Lokalmatadoren im Einsatz. Peer Wehking und Luis Lentz standen im Halbfinale der Nebenrunde. Und dann natürlich noch Mauro Piras, der es im Halbfinale der Hauptrunde mit der Nummer zwei des Turniers, Dominik Bartels, zu tun bekam. Piras gewann einen echten Krimi. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich Piras in den Matchtiebreak. Beim Stande von 8:9 wehrte er einen Matchball ab – am Ende hatte Piras beim 2:6, 6:2, 11:9-Sieg über Bartels die besseren Nerven.

Wehking spielte gegen Jannik Opitz (249 der deutschen Tennisrangliste), der es in der Nebenrunde kurioserweise nur mit Lilienthalern zu tun bekam. Opitz hatte zuvor TCL-Akteur Leon Hannwacker mit 7:5, 7:5 aus dem Feld geworfen. Im Halbfinale wartete dann Wehking, aber auch er biss sich die Zähne am Hildesheimer aus. Der Lilienthaler konnte seine Form von Sonnabend nicht komplett bestätigen und verlor 2:6, 5:7. „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Leistungen, habe sehr gut aufgeschlagen und vor allem wenig Fehler gemacht. Das Turnier hat mich einen Schritt nach vorne gebracht. Im Halbfinale war mein Gegner echt stark – er hatte einen guten Touch und hat die Bälle stark verteilt“, so ein dennoch zufriedener Wehking.

Luis Lentz, der in der ersten Hauptrunde gegen Alexander Meyer (488/Lehrter SV) 3:6 und 4:6 verloren hatte, erlebte ein Auf und Ab in der Nebenrunde. Sowohl im Achtelfinale als auch im Viertelfinale gab Lentz den ersten Satz ab. Tim Richter bemerkte eine leichte „Zitterhand“ beim 16-Jährigen. Lentz kämpfte sich aber immer wieder zurück. „In der Nebenrunde hatte ich zweimal Glück gehabt und Matchball abgewehrt“, so Lentz. Im Halbfinale machte es der Lilienthaler dann schneller – 6:2, 6:4 über Sebastian Kreft (LK3/Großflottbeker THGC). Doch im Finale der Nebenrunde musste sich auch Lentz dem Lilienthal-Schreck Opitz beugen. Bei der 2:6, 5:7-Niederlage fehlte Lentz die letzte Kraft, um es Mauro Piras nachzumachen.

 


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