Die Cheftrainer von Strehl bis Nekic

Wer eine derart große und exponierte Vereinsanlage sein Eigen nennen kann, der sollte auch entsprechende Angebote schaffen. Das machen sie auch beim TC Lilienthal seit jeher. Ein vielköpfiges Trainerteam gibt alleine im Sommer 160 Trainingsstunden pro Woche. „Das Thema Training hatte bei uns schon immer einen besonderen Stellenwert“, sagt die für den Leistungsbereich zuständige Sportwartin Eva John. „Uns war und ist es wichtig, dass die Trainer den Spagat zwischen Breiten- und Leistungssport schaffen und einen guten Draht zur Jugend haben.“

Unmittelbar nach seinem Amtsantritt im Jahr 1996 lotste der neue Klubpräsident Wolfgang Wenzel Anton Stapic zum TCL. Die Lilienthaler merkten damals, was ein professioneller Trainer für eine Sogwirkung entfalten kann. Mit Blick auf den Umzug auf die neue Anlage am Sportpark verpflichtete der Verein im Jahr 2001 dann den damals erst 21-jährigen Gerrit Strehl – eine Entscheidung, die sich als absoluter Glücksgriff erweisen sollte. Strehl, der mit den Teams auch gerne mal eine Runde durch Lilienthal joggte, gelang im Sommer 2003 tatsächlich das Kunststück, alle sechs gemeldeten Leistungsmannschaften im Damen- und Herrenbereich in die jeweils höhere Liga aufsteigen zu lassen. Strehl absolvierte die Prüfung zum staatlich geprüften Tennislehrer, im Jugendbereich gab es diverse Kreis-, Bezirks- und Landestitel zu feiern.

Am Ende dieser beispiellosen Erfolgsstory klopfte schließlich der niedersächsische Verband höchstselbst an und lotste Strehl an die TennisBase nach Hannover, wo er sich noch heute als Landestrainer um die Leistungssportler kümmert. „Bis heute verbindet uns mit Gerrit eine enge Freundschaft“, berichtet Eva John. Für den TC Lilienthal stand seit dieser Zeit fest, dass ganz besonders die Cheftrainer-Position von besonderer Bedeutung ist. Als Strehls Nachfolger wurde mit Dimitri Kostin ein ehemaliger Profi verpflichtet. Die frühere Nummer 250 der Weltrangliste führte die erste Herrenmannschaft im Jahr 2013 erstmals in die Nordliga. Auf Kostin folgte mit Mauro Piras schließlich ein bereits bestens bekannter Akteur, der unter Kostin als Spitzenspieler für Furore gesorgt hatte.

Piras gründete 2014 zusammen mit Tim Richter die spätere Tennisschule Piras/Richter. Nicht zuletzt wegen seiner emotionalen Spielweise und den zwei Titelgewinnen bei den Lilienthaler Volksbank-Open eroberte Piras die Lilienthaler Herzen im Sturm. Mit Tim Nekic, der seit mittlerweile 2017 als Cheftrainer des TCL aktiv ist, hat sich nun ein Kreis geschlossen. Nekic war es nämlich, der im Jahr 2012 die erste Ausgabe der Lilienthaler Volksbank-Open gewinnen konnte. Seit 2018 wird Nekic von Yannik Staschen als Cheftrainer unterstützt. Des Weiteren gehören Maren Tiedjen, Inken Breyer, Paul Hollwedel, Johannes Gildemeister, Frederik von Salzen und Reiner Wohlschläger zum Trainerteam.

Die Schnuppertage des TC Lilienthal erfreuen sich alljährlicher Beliebtheit. Hier bietet der Verein interessierten Neu- oder auch Wiedereinsteigern die Möglichkeit, sich auf dem Platz zu probieren. „Wir informieren über das Tennisgeschehen auf unserer Anlage und bieten Mitgliedschaften und Training zu besonderen Konditionen an“, berichtet TCL-Sportwartin Susanne Hogenkamp. Und wenn man mal ganz viel Glück hat, dann kommt sogar echte Prominenz vorbei: Denn eines Tages stand plötzlich Werder-Manager Frank Baumann, damals noch als Spieler aktiv, in der Halle, versteigerte ein Werder-Trikot und signierte Tennisbälle für die Kids. Der damalige TCL-Chefcoach Gerrit Strehl, der Baumann Trainerstunden gegeben hatte, hatte diese Aktion eingefädelt.

Quelle. Tobias Dohr, Wümme-Zeitung v. 03.12.20


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