Meldung in letzter Minute

Das selbst gesteckte Ziel haben sie nicht erreicht: Insgesamt 16 Spieler aus den Top 100 der deutschen Rangliste, davon sogar zehn Starter aus den Top 50, wolle man nach Lilienthal locken – so hatte es sich Turnierdirektor Wolfgang Wenzel Mitte April ausgemalt. Wenn am heutigen Mittwoch die Lilienthaler Volksbank Open mit dem ersten Qualifikationstag in ihre fünfte Auflage starten, dann wird sich dieses ehrgeizige Vorhaben nicht in der Zulassungsliste des Turniers widerspiegeln.


Titelverteidiger aus Lilienthal: Mauro Piras. (Hans-Henning Hasselberg)

Elf Spielerinnen und Spieler der insgesamt 83 Aktiven, die in den kommenden fünf Tagen in Lilienthal aufschlagen, kommen aus den deutschen Top 100. Zwei von ihnen sind derzeit in den Top 50 gelistet. Dass es durchaus ein paar mehr hätten sein dürfen, weiß auch Susanne Hogenkamp. Gleichwohl ist der Turnierleiterin aber durchaus bewusst, dass dieser Umstand so rein gar nichts mit dem Lilienthaler Turnier an sich zu tun hat. Vielmehr ist eine für Lilienthaler Verhältnisse unglückliche Entwicklung beim zeitgleich stattfindenden Turnier in Würzburg daran schuld.

Dort wurde in diesem Jahr das Preisgeld nämlich einfach mal verdoppelt: Von 7500 auf 15?000 Euro. „Und da sind dann natürlich ein paar Spieler dem Ruf des Geldes gefolgt“, sagt Hogenkamp, ohne dies zu verurteilen. Auch in den vergangenen Jahren war das Würzburger Turnier zeitgleich mit den Lilienthaler Tennis Open im Kalender terminiert. Doch erst mit der radikalen Preisgelderhöhung hat sich die Konkurrenz in diesem Jahr zum ersten Mal so richtig bemerkbar gemacht.


Qualifikant bei den Herren: Lilienthals Peer Wehking. (Hans-Henning Hasselberg)

„In Würzburg findet man einige Namen auf der Liste, die sonst sicher gerne auch zu uns gekommen wären“, sagt Hogenkamp. Beispielsweise der Sieger aus dem Jahr 2013, Marco Lenz, der allerdings auch in Süddeutschland lebt. Zudem sei das frühe Ende der Sommerferien in diesem Jahr eher erschwerend für die Planung der jungen Spielerinnen und Spieler gewesen, wie Hogenkamp berichtet: „Wenn die Schule schon ein paar Wochen läuft, dann kann man nicht einfach mal so einen Freitag wegbleiben.“

Nichtsdestotrotz kann sich das Meldeergebnis natürlich auch in diesem Jahr sehen lassen. Mehr noch: Für ein vergleichbares Feld müssen die hiesigen Tennisfans schon eine ganze Weile fahren, um solch eine geballte Qualität sehen zu können. Bei den Damen wird die Setzliste angeführt von Carina Litfin (Bremerhavener TV). Die Zweite des Jahres 2014 ist aktuell die Nummer 27 der deutschen Rangliste. Mit Maren Sundermeier (54) vom TC Blau-Weiß Soest folgt die Vorjahresgewinnerin.


Nummer eins der Herren-Setzliste: Friedrich Klasen. (Tobias Dohr)

Auch bei den Herren steht an der Spitze des Feldes ein guter Bekannter. Friedrich Klasen (TC 1899 BW Berlin)  gewann das Lilienthaler Turnier im Jahre 2014. Aktuell wird Klasen an Nummer 47 der deutschen Rangliste geführt. Wie nah die Spielerinnen und Spieler der deutschen Rangliste allerdings beieinander stehen, konnte Mauro Piras im vergangenen Jahr eindrucksvoll unter Beweis stellen. Der Lilienthaler Spielertrainer gehörte 2015 nicht zum Kreis der gesetzten Spieler – und setzte sich am Ende dennoch durch. In diesem Jahr wird Piras als Nummer 304 der deutschen Rangliste an Position 13 der Lilienthaler Zulassungsliste geführt.

Ebenfalls direkt für das Hauptfeld der Herren sind Luis Lentz (319) und Ahmad Hamijou (Wild-Card) qualifiziert. In der heute startenden Quali versuchen Leon Hannwacker, Peer Wehking, Johannes Gildemeister, Niklas Hansmann, Eike Breyer (alle TC Lilienthal) sowie Maximilian Schwier (Beckedorfer TC) ihr Glück. Bei den Damen steht zwar keine Lilienthalerin im Hauptfeld, mit Maren Tiedjen (Club zur Vahr) hat aber immerhin die TCL-Trainerin den Cut geschafft. Jana Krallmann und Sabrina Götzen (beide TC Falkenberg) sowie Ann-Christin John, Inken Breyer, Kathleen Hogenkamp und Katharina Hube (TC Lilienthal) versuchen sich in der Qualifikation. 


Nummer eins der Damen-Setzliste: Carina Litfin. (Tobias Dohr)

Über eine Meldung, die buchstäblich erst in letzter Minute am späten Montagabend eintrudelte, freut sich das vielköpfige Organisationsteam übrigens ganz besonders: Mit Viktor Kostin kommt ein langjähriges Vereinsmitglied zurück an den Lilienthaler Sportpark, das sicherlich noch ein paar Interessierte mehr anlocken wird. Falls das überhaupt noch nötig sein sollte. Denn eines ist klar: Tennissport der deutschen Spitzenklasse direkt vor der Haustür – das geht nur bei den Lilienthaler Volksbank Open. Würzburg hin oder her.

„Da sind dann ein paar Spieler dem Ruf des Geldes gefolgt.“ Susanne Hogenkamp

© Wümme Zeitung vom 07.09.2016 / Tobias Dohr


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