Titel aus der Hand gegeben

Der TC Lilienthal ist auf der Zielgeraden noch abgefangen worden. Durch eine denkbar knappe 4:5-Niederlage beim direkten Rivalen TSV Havelse verpasste das Team um Spielertrainer Tim Nekic die anvisierte Meisterschaft in der Tennis-Oberliga der Herren. In puncto „Aufstieg“ hofft der TCL noch auf einen Nachrückerplatz.

Ausgerechnet in der entscheidenden Partie plagten die Gäste Personalsorgen. Spitzenspieler Antun Vidak konnte nicht rechtzeitig aus Serbien eingeflogen werden, darüber hinaus fiel Patrick Velewald verletzt aus. So gab der erst 19-jährige Johannes Gildemeister sein Debüt für die erste Mannschaft. Das Spitzeneinzel von Luis Lentz war geprägt von langen, intensiven Ballwechseln von der Grundlinie, die die Zuschauer begeisterten.

Das große Manko des Lilienthalers war jedoch seine schwache Aufschlagquote, weshalb er letztlich gegen Torben Otto keine echte Siegchance besaß. Besser machte es Tim Nekic, der bei seinem klaren 6:2- und 6:2-Erfolg gegen Philip Tasche nie in die Bredouille kam. Mit vielen Gewinnschlägen und starken Returns drängte Nekic seinen Konkurrenten pausenlos in die Defensive.

An Position drei hatte es Alexander Brüggenwerth mit dem 2,10 Meter-Hünen Thorge Schulz zu tun. Nicht ganz überraschend wurde der erste Durchgang erst im Tie-Break entschieden. Hier bewies der Lilienthaler Kämpferqualitäten und dominierte auch den zweiten Satz mit variablen Topspinschlägen und klugen, tiefen Slice-Bällen. Brüggenwerth vergab aber einen Matchball, fiel in ein mehrminütiges Konzentrationsloch und fand sich plötzlich im dritten Satz wieder. Hier half ihm beim 6:3-Sieg allerdings seine starke Fitness.

Auf dem Nachbarplatz stand Niklas Richter gegen den routinierten Christian Oberwemmer vor einer schweren Aufgabe. Die Anfangsphase gestaltete die Nummer vier der Gäste noch ausgeglichen, produzierte in der Folge aber zu viele Fehler. Im zweiten Satz führte Richter zwischenzeitlich mit 4:3, doch sein Gegner nahm das Heft in den folgenden, wichtigen Ballwechseln wieder eindrucksvoll in die Hand.

Auf den Positionen fünf und sechs holten sich die Hausherren daraufhin den vorentscheidenden Vorsprung. Peer Wehking  hatte gegen den mit 200 Stundenkilometern aufschlagenden Frederik Gelbrich im ersten Durchgang alle Chancen. Doch eine 3:0-Führung war schnell verspielt, und bei 5:4 sowie 30:30 war der Lilienthaler zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt. Dennoch geriet er nach 70 Minuten in Rückstand und fiel im zweiten Satz dann mental in ein Loch.

Dem Debütanten Johannes Gildemeister war in seinem Match wenig Nervosität anzumerken. Mit großem Engagement hielt er stark mit, phasenweise verließ ihn aber der erste Aufschlag. „Johannes war ein echter Lichtblick an diesem Tag. Er hat zweifellos eine große Perspektive“, prophezeite Nekic. Beim Stand von 2:4 glaubte der TCL nicht mehr so recht an seine Chance. Nekic versuchte mit einer schmerzhaften, persönlichen Erfahrung zu motivieren: "Ich habe selbst mal in einem Aufstiegsspiel nach einer 4:2-Führung noch alle drei Doppel verloren.“

In der Tat schien Havelse in der Doppel-Anfangsphase beeindruckt vom Kampfgeist des TCL. Doch das Duo Alexander Brüggenwerth/Peer Wehking brach schließlich sang- und klanglos ein (3:6, 0:6), woraufhin die Gastgeber wegen des besseren Spielverhältnisses (+22 gegenüber +18) als Meister feststanden und die restlichen Doppel aufgaben. „Wir hätten einige Begegnungen in dieser Saison deutlicher gewinnen müssen und sind entsprechend enttäuscht – auch darüber, dass wir solch ein Spiel wieder auswärts bestreiten mussten. Trotzdem sind wir mit einigen jungen Alternativen auf einem guten Weg. Auf kurz oder lang wird es mit der Nordliga klappen“, bilanzierte Tim Nekic.

 

© Wümme Zeitung vom 27.08.2018 Frank Mühlmann


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