Verkehrte Welt im Damentableau

Ein bisschen blöd muss sich Ann-Christin John schon vorgekommen sein. Da schafft es die Spielerin vom TC Lilienthal als einzige Lokalmatadorin auf sportlichem Wege ins Hauptfeld – und am Ende trifft sie dort gleich drei Spielerinnen wieder, die eigentlich gar nicht dort hätten auftauchen dürfen. Doch durch die ganzen kurzfristigen Absagen ergatterten am Ende gleich drei sogenannte Lucky Loser einen der begehrten Startplätze im Damentableau. Inken Breyer und Kathleen Hogenkamp (beide TC Lilienthal), sowie Jana Krallmann (TC Falkenberg) durften trotz Niederlage in der Qualifikation am Freitag noch mal ran.


Siegerin der Damenkonkurrenz: Shaline-Doreen Pipa vom DTV Hannover. (Tobias Dohr)

„So etwas kommt normalerweise nie vor“, wusste Inken Breyer um ihr seltenes Glück (siehe Interview auf dieser Seite), dass sie prompt mit einem Sieg über Jana Krallmann veredelte. Und obwohl Ann-Christin John eben jene Krallmann auch in der Qualifikation geschlagen hatten, landete Inken Breyer am Ende durch ihren Hauptfeldsieg in den Geldrängen. Und John musste trotz einer großartigen Leistung gegen Valeriia Bazhanova mit 3:6, 1:6 die Segel streichen.

Dasselbe Schicksal ereilte übrigens auch Sabrina Götzen vom TC Falkenberg. Auch sie schaffte es auf regulärem Wege ins Hauptfeld, auch sie musste dann aber umgehend die Koffer packen und schied nach einem etwas zu deutlichem 0:6, 0:6 gegen die ungesetzte Julia Middendorf (TV Visbek) aus. Die dritte Lucky Loserin, Kathleen Hogenkamp, konnte sich am Ende immerhin freuen, gegen die spätere Zweite, Katharina Holert (Essen), beim 1:6, 0:6 ein Spiel gewonnen zu haben.


Siegerin der Damenkonkurrenz: Shaline-Doreen Pipa vom DTV Hannover. (Tobias Dohr)

Die späte Absage der an Position zwei gesetzten Maren Sundermeier am Freitagmittag – als das Turnier schon längst lief – hatte dabei für weitere Kuriositäten gesorgt. Denn da die Konkurrenz schon gestartet war, wurde die Setzliste natürlich nicht noch mal komplett umgeschrieben. Deshalb nahm kurzerhand Inken Breyer den Platz von Sundermeier ein und traf dort auf Jana Krallmann. Im unteren Teil des Damentableaus fand man am Ende also: zwei Lucky Loser, zwei Wild-Card-Spielerinnen, zwei Qualifikantinnen und eine ungesetzte Akteurin. Die Gunst der Stunde nutzte am Ende Jantje Tilbürger vom Ganderkeseer TV, die im Viertelfinale die an sechs gesetzte Jennifer Wacker (Wahlstedt) ausschaltete und sich im Halbfinale erst der späteren Siegerin Shaline-Doreen Pipa geschlagen geben musste.

Im oberen Tableau kam es im Halbfinale zum Duell der topgesetzten Carina Litfin (Bremerhavener TV) und der an Position vier geführten Katharina Holert. Drei Stunden lang duellierten sich die zwei in der Mittagssonne – am Ende hatte Holert mit 10:7 im Matchtiebreak hauchdünn die Nase vorn. Ein wenig schien dieser stundenlange Fight Holert dann aber auch nachzuhängen. Im Finale gegen Shaline-Doreen Pipa kam sie einfach nicht mehr in Schwung und musste sich beim 0:6, 2:6 schließlich deutlich unter Wert schlagen lassen.

„Das war schon sehr anstrengend im Halbfinale heute Morgen, aber Shaline hat auch einfach richtig stark gespielt“, zeigte sich Holert als faire Verlierin. Sie wusste, dass gegen diese Shaline-Doreen Pipa nur schwer etwas zu holen war – was die Siegerin umgehend bestätigte: „Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut gefühlt wie in diesem Endspiel.“

© Wümme Zeitung vom 12.09.2016 / Tobias Dohr


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