Von Krämpfen geplagt

Das Bild hatte Symbolcharakter: Maximilian Todorov ging nach einem Doppelfehler im Match-Tiebreak des Endspiels zum 4:5 in die Knie. Von Krämpfen geplagt konnte der Akteur des Harvestehuder THC die Niederlage gegen Niklas Guttau (NTSV Strand 08) bei den 7. Lilienthaler Volksbank-Tennis-Open nicht mehr abwenden.

„Maximilians körperliche Probleme haben mir sicherlich geholfen“, räumte der siegreiche Niklas Guttau ein. Der 18-Jährige stand stellvertretend für eine ganze Reihe junger wilder Spieler, die ihre Tennis-Laufbahn noch vor sich haben. „Ich freue mich darüber, dass zu uns nicht die abgehalfterten Spieler kommen, um am Ende ihrer Karriere noch mal etwas zu gewinnen. Den einen oder anderen der Youngster könnten wir vielleicht in ein paar Jahren unter den Top 100 auf der ATP-Tour wiedersehen“, teilte der Clubmanager des gastgebenden TC Lilienthal, Teo Nekic, mit.

Niklas Guttau übte im Endspiel sowohl mit der Vor- als auch mit der Rückhand sehr viel Druck auf seinen Gegner aus. Er nahm Maximilian Todorov auch gleich dessen ersten Aufschlag zum 2:0 im ersten Satz ab. Im Anschluss war Todorov jedoch drauf und dran, das Rebreak zu schaffen. Mit einem guten Aufschlag provozierte Guttau jedoch beim Stande von 30:40 einen Returnfehler seines Widersachers. Dann setzte Todorov einen weiteren Ball knapp ins Aus. Dies wollte er aber zunächst nicht wahrhaben. „Habe Vertrauen zu mir“, bat Oberschiedsrichter Wilhelm Holz den Hamburger, seine Entscheidung zu akzeptieren. Niklas Guttau holte das 3:0 und im Anschluss auch den ersten Durchgang mit 6:1.

Der zweite Abschnitt begann mit Break und Rebreak. Bei seinem Punkt zum 15:15 beim folgenden eigenen Aufschlag konnte sich Maximilian Todorov ein Grinsen nicht verkneifen. Weil eine Seite seines Schlägers während des Ballwechsels riss, stürmte er nach vorne und ergatterte den Zähler mit einem verwandelten Volley. Mit einem perfekten Lob holte sich Todorov den Spielball zum 40:30 und profitierte beim 2:1 von einem Returnfehler Guttaus. In einem hart umkämpften Spiel glich Niklas Guttau zum 2:2 aus.

Maximilian Todorov ging aber wieder mit 3:2 in Führung. Sein älterer Bruder und Coach Alexander Todorov feuerte diesen pausenlos von der anderen Seite des Zaunes an. Als Guttau schwächelte, packte Todorov mit dem Break zum 4:2 zu. Mit einer Frust-Vorhand ins Netz war Niklas Guttau seinem Kontrahenten auch beim Spielgewinn zum 5:2 behilflich. Guttau versuchte, seinen Körper mit einer Banane und einer Cola in der Pause wieder auf Vordermann zu bringen. „Cola ist im Tennis erlaubt“, informierte Wilhelm Holz das Publikum. Den Satzausgleich vermochte der Schleswig-Holsteiner aber nicht mehr zu verhindern und verschwand anschließend für eine Toilettenpause im Vereinsheim.

Im Match-Tiebreak wurden beim Stand von 3:3 erstmals die Seiten gewechselt. Mit einem feinen Stopp fädelte Maximilian Todorov seine 4:3-Führung ein. Doch dann drehte Niklas Guttau den Spieß mit drei Punkten in Folge um. Alexander Todorov appellierte von draußen an das Kämpferherz seines Bruders. Doch der konnte nicht mehr. Mit einem Returnfehler bescherte „Maxi“ Todorov seinem Konkurrenten sogar das 7:4. Als Niklas Guttau sich mit einem gelungenen Volley zum 9:6 den ersten Matchball erarbeitete, schrie er seine Freude heraus. Mit einem platzierten Vorhandwinner beendete der Linkshänder das Match. Lilienthals Topspieler Tim Nekic hatte bereits zuvor auf Niklas Guttau als Sieger getippt. „Hier waren schon einige, die ganz gut spielen können“, urteilte Nekic. Für den Vorjahresfinalisten war bereits im Achtelfinale Schluss.

© Wümme Zeitung vom 10.09.2018 Karsten Hollmann

 


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